Impostor-Syndrom: Wenn du dich zeigst – und trotzdem zweifelst, ob du darfst
- feuerherzfrau
- 12. Nov. 2025
- 5 Min. Lesezeit
EssenzboxEssenz in einem Satz:Das Impostor-Syndrom ist kein Makel – es ist ein Teil deiner zweiten Haut aus Anpassung, getragen aus Liebe und Schutz. Warum das wichtig ist:Weil du dich nicht beweisen musst, um wertvoll zu sein. Du darfst dich erinnern: Du warst nie falsch. Dein Gewinn:Du erkennst den inneren Anteil, der dich schützen wollte – und findest einen Weg zurück zu deiner Stimme, deiner Würde, deinem Platz. |
Bevor du weiterliest: Spür deinen Körper
Leg eine Hand auf dein Herz. Atme. Vielleicht gibt es einen Teil in dir, der gelernt hat, dass es gefährlich ist, sich zu zeigen. Dass du alles „richtig“ machen musst, um dazuzugehören. Dieser Teil ist nicht falsch. Er ist klug. Und heute darf er langsam weicher werden..

Das Wichtigste in "3 Minuten"
Erkenntnis: Das Impostor-Syndrom ist kein Defekt – sondern ein nervensystemisches Schutzmuster. Entstanden aus dem Wunsch, sicher zu sein, indem du dich anpasst.
Nutzen: Wenn du dieses Muster liebevoll wahrnimmst, beginnst du, deine Stimme zu entkapseln – sanft, echt, eigen.
Wirkung: Du kehrst nicht zu deiner „Leistung“ zurück, sondern zu deinem inneren Feuer – der Quelle deiner Würde.
Inhalt dieses Blogartikels
Was ist das Impostor-Syndrom wirklich?
Warum leistungsstarke, feinfühlige Frauen besonders oft betroffen sind
Fawn Response: Wenn Anpassung zur Überlebensstrategie wird
Wege aus dem inneren Zweifel: traumasensibles Coaching
Wenn dein Inneres unter Spannung steht – und niemand es sieht
Mikro-Übung: Kontakt zu dem Teil, der stark sein musste
Vom Impostor-Anteil zur Selbstverbindung
FAQ zum Impostor-Syndrom & traumasensiblem Coaching
Savoring-Moment
Fazit
1. Was ist das Impostor-Syndrom wirklich?
Es ist nicht bloß ein Gedanke. Es ist ein Körperzustand. Ein inneres Flackern zwischen „Ich darf sein“ und „Ich fliege auf“. Es ist die Reaktion deines Nervensystems auf Sichtbarkeit. Kein mentales Problem, sondern eine Folge von Erfahrungen, in denen du lernen musstest: Anpassung schützt. Und Leistung tarnt.
Das Impostor-Syndrom ist keine Schwäche – es ist ein altes Schutzmuster, das Sichtbarkeit mit Gefahr verknüpft.
2. Warum leistungsstarke, feinfühlige Frauen besonders oft betroffen sind
Weil sie früh lernten, ihre Wahrheit zu verkapseln. Weil sie in Welten lebten, in denen sie entweder brav waren – oder bedroht. Weil sie ihre Wildheit nur heimlich tragen durften. Und weil sie heute in Berufen stehen, sprechen, schreiben – und sich dabei fühlen, als wären sie in geliehener Kleidung. Ihr Wissen? Echt. Ihre Stimme? Wahr. Aber ihr Nervensystem? Im Überlebensmodus.
3. Fawn Response: Wenn Anpassung zur zweiten Haut wird
Viele tragen das Impostor-Syndrom wie eine zweite Haut. Dünn. Reißbar. Und doch schützend.
In der Polyvagal-Theorie wird dieser Zustand als Fawn Response beschrieben – ein Überlebensmodus, in dem du Nähe sicherst, indem du dich anpasst, gefällst, vorausahnst.
Du machst dich klein, um sicher zu sein.
Du funktionierst, um nicht aufzufallen.
Nicht, weil du schwach bist – sondern, weil dein System klug war.
Viele Frauen (und auch Männer) leben jahrzehntelang in dieser Haltung: leise, perfekt, kontrolliert. Eine Maske aus Leistung.
Doch unter ihr liegt oft etwas ganz anderes: eine frühe Erfahrung von Unsicherheit, von „Ich muss mich verbiegen, um bleiben zu dürfen.“
Im Fachkontext wird dieses innere Erleben auch als Impostor-Phänomen oder Hochstapler-Syndrom bezeichnet – ein tief verankertes Muster, bei dem Menschen trotz klarer Erfolge das Gefühl haben, ihre Leistung nicht verdient zu haben. Statt Stolz: Scham. Statt Ankommen: Daueranspannung. Eine kompakte Beschreibung findest du z. B. bei der IKK classic, die das psychologische Muster gut verständlich erklärt.
Externer Link: Was ist das Hochstapler‑ oder Impostor‑Syndrom?
Viele tragen ihr Können wie geliehene Kleidung – kompetent, aber nicht zugehörig.
4. Wege aus dem inneren Zweifel: traumasensibles Coaching
om Reflex zur Verkörperung
Hier geht es nicht um „mehr Selbstbewusstsein“. Sondern um Wiederverbindung. Um einen Raum, in dem du das Kostüm der Perfektion ablegen darfst – Schicht für Schicht. In dem du nicht analysiert wirst, sondern gespürt. In dem dein Nervensystem wieder lernen darf, Sicherheit nicht in Leistung zu finden, sondern in Kontakt. In Atem. In Wurzeln.
5. Wenn dein Inneres unter Spannung steht – und niemand es sieht
Vielleicht kennst du das auch: Du funktionierst. Du erscheinst klar. Doch innerlich spannt sich etwas – wie ein Drahtseil, das keiner sieht.
Es ist nicht dramatisch. Es ist subtil. Aber es macht etwas mit dir.
Dieser Teil in dir – der alles richtig machen will, der vorausdenkt, der stark bleibt –er hat lange getragen. Er verdient nicht Kritik. Er verdient Kontakt.
Vielleicht ist genau jetzt ein Moment, in dem du ihm etwas anderes anbieten kannst. Nicht noch mehr „richtig“. Sondern: Nähe. Wärme. Weichheit.
6. Mikro-Übung: Kontakt zu dem Teil, der stark sein musste
1. Finde einen Moment der Stille.
Du musst nicht tief atmen. Nur innehalten – so, wie du es jetzt kannst.
2. Spür den Teil, der immer funktioniert.
Der organisiert, denkt, plant, stark bleibt. Wie fühlt er sich an? Wo spürst du ihn im Körper? Vielleicht wie ein Drahtseil, ein Gerüst, eine zweite Haut?
3. Sprich innerlich mit ihm.
Nicht als Anweisung. Sondern als Einladung. Sag z. B.: „Ich sehe dich. Du hast so lange für mich gehalten.“ „Du musst heute nichts beweisen.“ „Ich bin bei dir.“
4. Warte auf nichts.
Vielleicht zeigt sich etwas. Vielleicht bleibt es still. Beides ist richtig. Beobachte nur.
Du musst nichts werden, um zu genügen. Du darfst zurückkehren zu dem, was schon da ist.
8. FAQ zum Impostor-Syndrom & traumasensiblem Coaching
Was ist das Impostor-Syndrom?
Ein Schutzmuster deines Nervensystems, geboren aus Anpassung und Scham. Es macht dich klein, obwohl du viel zu sagen hast.
Wie entsteht das Impostor-Syndrom?
Oft durch frühkindliche Erfahrungen, in denen deine Wildheit nicht willkommen war. Oder in Systemen, in denen du gelernt hast: Ich muss leisten, um zu dürfen.
Kann ich das Impostor-Syndrom selbst überwinden?
Du kannst dich ihm annähern. In Kontakt mit deinem Körper. In Begleitung. In kleinen, ehrlichen Schritten.
Was ist traumasensibles Coaching?
Ein Raum, in dem dein Nervensystem entlastet wird. In dem du nicht funktionieren musst. Sondern fühlen darfst. Und sein darfst.
9. Savoring-Moment
Spür deinen Atem. Vielleicht magst du einen Satz laut aussprechen. So, wie er jetzt in dir klingt:
Ich muss nichts beweisen. Ich darf hier sein.
Oder einen anderen – deinen eigenen. Was passiert in dir? Einfach nur beobachten - ohne Bewertung.
10. Fazit

Du bist nicht zu viel. Du bist nicht falsch. Du bist nicht allein. Du bist eine Frau mit Feuer unter der Haut. Und dein Feuer – ist deine Wahrheit in Bewegung.
Du musst nichts werden, um zu genügen. Du darfst zurückkehren zu dem, was schon da ist.
Wenn du spürst, dass du bereit bist, das alte Kostüm abzulegen – begleite ich dich. In Würde. Im Tempo deines Nervensystems. Traumasensibles Coaching für Frauen, die zurückfinden wollen zu ihrer inneren Stimme.
Von Herz zu Herz, Gabriele
Über die Autorin:
Gabriele Westermann ist Feuerherzfrau, NI Traumacoachin und somatische Prozessbegleiterin. Sie unterstützt Frauen, die nach außen stark wirken und sich innerlich anpassen, dabei, People Pleasing und Fawn Response zu lösen, ihr Nervensystem zu beruhigen und klare Grenzen zu leben. Mit Empathie, Erfahrung und traumasensiblem Fachwissen öffnet sie einen sicheren Raum für Selbstliebe, Würde und weibliche Urkraft – damit aus Selbstzweifeln gelebte Authentizität wird. Du spürst den Ruf? Mehr unter www.feuerherzfrau.de



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